Abstract
Partizipation und Öffentlichkeitsbeteiligung haben eine lange Tradition im Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik. Dabei haben sich die Motive zur Durchführung partizipativer im Unterschied zu klassisch hoheitlichen Entscheidungsverfahren im Laufe der Jahrzehnte gewandelt. Noch in den 1960er und 70er Jahren standen emanzipatorische und legitimatorische Motive im Mittelpunkt, so die Möglichkeit zur Mitbestimmung, die Öffnung von Entscheidungsprozessen und die Demokratisierung der Gesellschaft (von Alemann 1975). Diese spielen in der jüngeren politikwissenschaftlichen Partizipationsdebatte nach wie vor eine wichtige Rolle (Renn et al. 1995; Feindt 2001; Arbter et al. 2005)…